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Wir brauchen ein Schiff!

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Das erste Jahr war relativ entspannt, nur keine Hektik. Aber wie in einer Sanduhr läuft der Sand unerbittlich und die gefühlte Zeit immer schneller ab. Im Januar 2021 sollten wir ein Boot haben, damit wir im Juli lossegeln können! Nach langen Recherchen, endlosen Excel Tabellen mit Hunderten von Kriterien waren die Eckdaten klar: Kein zu gro ß es Boot, ca. 11-12m, damit wir es zu zweit leicht handeln können und die Kosten im Rahmen bleiben. Keine Baustelle, denn wir wollten ja losfahren Sicher, robust, seeg ä ngig Wohnlich, denn Stehh ö he und eine gute Eignerkammer sind für unsere Zwecke wichtiger als das letzte Quäntchen Segelperformance. Allerdings, sollte es auch ordentlich Segeln. Eine Mittelcockpityacht schien uns sehr geeignet: Achterliche Eignerkammer mit Stehhöhe Cockpit geschützt in der Mitte des Bootes  Feste Scheibe gegen überkommende See Schöne Pantry Stauraum Platz für zwei Gäste, zur Not auch vier für kurze Etappen. Dank der intensiven Vorüberlegun...

Haben wir noch alle Tassen im Schrank?

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Nur noch 8 Monate bis zum Start des Sabbaticals und es ist noch so viel zu tun! Und wir haben immer noch kein Boot. Doch Corona hat alles geändert! Dank Homeoffice haben wir im Oktober 2020 mittags bei einem Sonnenspaziergang kein Boot, sondern einen Weinberg entdeckt und ihn sehr spontan gekauft. Verrückt, aber wir konnten einfach nicht anders! Die Lage mit Blick auf den Neckar, die Nähe zum Haus, der verschlungene, parkähnliche Garten, eine kleine Hütte und die Weinreben. Das war genau das, was wir auch schon vor Jahren mehrfach überlegt hatten, aber nie ein passendes Stückle fanden. Wir mussten einfach handeln, denn ansonsten hätte uns jeder zukünftige Spaziergang, vorbei an diesem Garten, einen Stich ins Herz versetzt! Und wir konnten so handeln, denn unsere Kinder waren ebenfalls sofort Feuer und Flamme. Welch ein großes Glück! Es gab natürlich jede Menge Konsequenzen, aber das wäre nochmal eine Extrageschichte wert. Jedenfalls haben wir seit dem Kauf unheimlich viele gemein...

Der große Schritt

Ab ca. 2012 ermöglichte mein Arbeitgeber (Vector Informatik, Weilimdorf) ein Sabbatical zu nehmen. Ich war wie elektrisiert! Wenn unsere Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen und wir genug Erfahrung haben, könnten wir doch … Wir konnten und wir trauten uns! Susanne war einverstanden und Anfang 2019 gab es keine Ausreden mehr. Zusätzlich leitete mich dieser Spruch von Mark Twain:   „Twenty years from now You will be more disappointed by the things that you didn’t do then by the ones you did do, so throw off the bowlines, sail away from safe harbor, catch the trade winds in your sails. Explore, Dream, Discover.“ Würde ich nun meinen Lieblingsspruch verleugnen, könnte ich mir in den nächsten Jahren nicht mehr in den Spiegel schauen. Also ein Herz gefasst und bei meinem Chef den Wunsch für ein zweijähriges Sabbatical angesprochen. Es funktionierte, denn zwei + zwei Jahre sind auch eine gute Vorlaufzeit, um alles zu organisieren. Ab Juli 2019 tickten für ...